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Prof. Dr. Peter F.E. Sloane
Universität Paderborn
Abstract:
Die Fragestellung erfordert einige Präzisierungen:
Als erstes wird zu klären sein, was unter Kompetenzentwicklung zu verstehen ist. Dies ist insbesondere deshalb erforderlich, weil seit einigen Jahren eine verstärkte Diskussion um Kompetenz¬orientierung und Kompetenzmessung erfolgt, bei der Überlegungen zur Entwicklung von Kompetenzen bisher hinter denen zur Messung von Kompetenzen vernachlässigt worden sind.
Als zweites wäre zur klären, was unterschiedliche Lernkulturen sind. Hier wären wiederum zwei unterschiedliche Aspekte zu untersuchen:
• Zum einen kann man „Lernkulturen“ i. S. von Lernvoraussetzungen didaktisch gewendet als Zielgruppenproblematik interpretieren. So zeigt sich in der Tat in den letzten Jahren in modernen Gesellschaften eine zunehmende Heterogenisierung, die zu besonderen methodischen Anforderungen für Lehrkräfte führt.
• Zum anderen gibt es aber auch eine institutionelle Veränderung, die sich darin zeigt, dass traditionelle, zumeist auch hierarchisch interpretierte Differen¬zie-rungen, etwa in Hochschulbildung und Berufsbildung sich zunehmend auflösen. So entstehen neue Studiengangmodelle, z. B. berufsbegleitende Studiengänge. Daneben stellen sich Anerkennungs- und Prüfungsfragen, etwa wenn es darum geht, Kompetenzen, die in anderen Bildungsgängen oder am Arbeitsplatz (informell) erworben worden sind, für ‚traditionelle’ Studiengänge anzuerkennen (was die Überlegungen wiederum zurück auf die Frage der Kompetenzmessung zurückwirft).
Vor diesem Hintergrund wird es in dem Vortrag um didaktische, curriculare und institutionelle Herausforderungen gehen, die sich der wirtschaftspädagogischen Forschung und Lehre in den nächsten Jahren stellen. Das Spektrum geht dabei von Fragen der Heterogenisierung und somit der Auflösung der traditionellen Zielgruppen der Wirtschaftspädagogik über Aspekte der curricularen Revision von traditionellen Bildungs- und Studiengangkonzepten bis hin zu Überlegungen hinsichtlich der institutionellen Aufbaus von beruflichen und universitären Studiengängen.
CV:
Geboren in Halifax / U. K., 3 Kinder, britischer Staatsbürger.
In 2008 Ruf auf den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpädagogik (Nachfolge: Martin Twardy) der Universität zu Köln (Rufablehnung),
Hochschullehrer in Jena, München und Paderborn (seit 1992), Habilitation (Köln 1992),
Lehrer an einer Fachschule / Meisterschule (Köln 1982-1992), Dr. rer. pol. (Köln 1983),
Mitarbeiter an zahlreichen Entwicklungs- und Forschungsprojekten, Tätigkeit als Trainer und Berater (Köln 1980-1992), Diplom-Handelslehrer (Köln 1980), Studium der Allg. VWL; Allg. BWL; Recht; Statistik; Wirtschafts-, Berufs- und Sozialpädagogik; Germanistik (Sprach- und Literaturwissenschaft); Abitur (Wuppertal 1975), Bürogehilfe (Handelsschule und Betriebspraxis, Remscheid 1972).
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