Optimierung der Qualifizierungsangebote für gering qualifizierte Arbeitslose
Geringqualifizierte tragen unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft in Deutschland noch immer ein vielfach höheres Risiko arbeitslos zu werden als Menschen mit einem beruflichen oder akademischen Abschluss.
Der Erfolg beruflicher Qualifizierungsmaßnahmen auf dem Arbeitsmarkt ist davon abhängig ob (1) Qualifikationen vermittelt werden, die für Unternehmen erkennbar praxisrelevant und für den potenziellen Einsatzbereich von Nutzen sind und (2) Unternehmen in die Lage versetzt werden, sich bereits vor Einstellung eines Bewerbers ein Bild von dessen erworbenen Qualifikationen und Lernleistungen bzw. seines Potenzials machen zu können. Bundeseinheitliche, praxisrelevante und zertifizierte Teilqualifikationen können dies ermöglichen und außerdem Qualifizierungsleistungen akkumulierbar und auf entsprechende Aus- und Fortbildungsberufe anrechenbar machen.
Das Projekt gliedert sich in fünf Teilschritte:
- Identifikation von Berufen und Tätgikeitsfeldern, in denen Bedarf an zertifizierbaren Teilqualifikationen besteht.
- Entwicklung eines Konzepts für die Zertifizierung von Teilqualifikationen
- Entwicklung von Qualifizierungsmodulen und von Handreichungen für deren praktische Umsetzung
- Durchführung einer Machbarkeitsstudie für die Einführung eines Zertifizierungsverfahrens
- Bundesweite Erprobung der Qualifizierungsmodule gemeinsam mit Unternehmen und Bildungsdienstleistern in ausgewählten Arbeitsagenturbezirken
Das Forschungsinstitut für betriebliche Bildung (f-bb) und IWP-HSG wurden von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit diesem Projekt beauftragt.