Institut für Wirtschaftspädagogik

Abschlussplenum

Prof. Dr. Karl Wilbers: Kompetenzentwicklung in unterschiedlichen Lernkulturen – Innovative Lernumgebungen in Schulen, Hochschulen und Unternehmen

 

ReferentIN IWP Tagung 

Prof. Dr. Karl Wilbers
Universität Erlangen-Nürnberg

Abstract:
Die Auseinandersetzung mit den Lernumgebungen in Schulen und Unternehmen hat in der Wirtschaftspädagogik eine lange Tradition. Seit einigen Jahren beschäftigt sich die Wirtschaftspädagogik vermehrt mit der kaufmännischen Bildung in Hochschulen. An der Entwicklung des IWP lässt sich dies deutlich aufzeigen.
Durch die Zuwendung auf einen breiten Gegenstandsbereich ist ein Qualitätsverständnis nicht nur nicht hintergehbar, sondern Voraussetzung jedweder systematischen Gestaltung. Der Vortrag verfolgt die Frage, ob eine systematische Entwicklung von Kompetenzen sich – unabhängig vom Setting – an gemeinsamen Qualitätsvorstellungen ausrichten kann. Gehen solche Vorstellungen über einen sich schnell einstellenden lernpsychologischen Konsens hinaus? Oder muss sich die Wirtschaftspädagogik mit einer Fragmentierung des Diskurses um Qualität abfinden? Verliert sie dadurch ihr Zentrum: Die Fokussierung auf kaufmännische Bildung?

CV:
Karl Wilbers ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist Studiendekan, Mitglied der Fachbereichsleitung und Fakultätsleitung und Zweitmitglied der Technischen Fakultät. Er ist in der Leitung des Zentralinstituts für Lehr-/Lernforschung (ZILL) der Universität Erlangen-Nürnberg sowie im wissenschaftlicher Beirat des Innovation in Learning Institute (Erlangen) tätig. Er ist Mitglied der wissenschaftlichen Begleitgruppe der Forschungsinitiative der Ascot (Technology-based Assessment of Skills and Competencies in VET) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Karl Wilbers studierte Wirtschaftspädagogik an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln und schloss als Diplom-Handelslehrer ab. Nach dem Studium arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln. Karl Wilbers entwickelte und erforschte dabei Formen des selbstgesteuerten Lernens mit Hilfe von Computern. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter, später als wissenschaftlicher Assistent (Habilitant) am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpädagogik (Prof. Dr. Martin Twardy) der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln tätig. In Köln wurde er zum Dr. rer. pol. promoviert. Nach der Tätigkeit in Köln war er Projektleiter am Institut für Wirtschaftspädagogik an der Universität St. Gallen. Er ist Privatdozent der HSG. Außerdem bekleidete er eine Nachwuchsdozentur für Educational Management/Wirtschaftspädagogik am IWP mit Aufgaben in Lehre, Forschung, Hochschulentwicklung und Weiterbildung.