Institut für Wirtschaftspädagogik

Track 1: Kompetenzentwicklung in Schulen

Modewellen oder Bausteine für innovative Lernkulturen in Schulen?
Moderation: Dr. Annette Bauer-Klebl

 

ReferentIN IWP Tagung 

Dr. Annette Bauer-Klebl (Moderatorin)
Institut für Wirtschaftspädagogik, Universität St.Gallen

Abstract:
Förderung von Teamkompetenzen in Schule und Ausbildung durch angeleitete Reflexionsprozesse

Dem Forschungsprojekt liegt die These zugrunde, dass die Entwicklung von Teamkompetenzen durch die gezielte Integration von Reflexionsprozessen in den Arbeitsprozess von Gruppen gefördert werden kann. Konkret wird überprüft, inwieweit Reflexionsprozesse, die von der Lehrperson im Rahmen von schulischen Gruppenarbeiten in Schülerteams angestossen werden, einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Teamkompetenzen und die Teamleistung der Schüler haben.
Im Rahmen der Teamforschung wird dem Reflexivitätskonzept als Förderansatz eine grosse Bedeutung zugeschrieben. Welchen Einfluss reflexive Prozesse auf die Entwicklung von Teamkompetenzen haben, wurde bislang noch nicht beleuchtet - insbesondere nicht im schulischen Kontext. Vor diesem Hintergrund besitzt das Forschungsvorhaben einen hohen innovativen Charakter, versucht eine bedeutende Forschungslücke zu schliessen und zu einem Erkenntnisgewinn im Bereich schulischen Lernens beizutragen.

CV:
Funktion: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen (IWP-HSG),
Lehrauftrag für Handlungskompetenz und Didaktischen Transfer

1991 Allgemeine Hochschulreife
1991 - 1993 Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Robert-Bosch-GmbH Nürnberg
1993 - 1998 Studium der Wirtschaftspädagogik an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Schwerpunkte: Wirtschaftspädagogik, Politikwissenschaft, Soziologie, Logistik
1993 - 1996 Tätigkeit als kaufmännische Sachbearbeiterin bei der Robert-Bosch-GmbH Nürnberg in der Abteilung Wirtschaftlichkeit und Rechnungswesen
1995 - 1996 Tätigkeit als studentische Kraft bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK AG) Nürnberg
1996 - 1998 Studentische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
1998 - 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Schwerpunkte: Forschungen zu Sozialkompetenz, Lehrgespräch und Lehrerbildung, Lehrveranstaltungen im Bereich der Didaktik, Methodik und Pädagogischen
Psychologie
2003 Abschluss der Dissertation mit dem Titel "Sozialkompetenzen zur Moderation des Lehrgesprächs und ihre Förderung in der Lehrerbildung:
Eine wirtschaftspädagogische Studie unter besonderer Berücksichtigung des Lerntransfers"
2003 - 2005 Referendariat für das Lehramt an kaufmännischen beruflichen Schulen, Abschluss mit dem 2. Staatsexamen
seit 2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen (IWP-HSG)

 

 ReferentIN IWP Tagung

Dr. Claude Müller
Pädagogische Hochschule Zürich

Abstract:
Problem-based Learning (PBL) ist ein fokussiertes, experimentelles Lernen rund um die Erforschung, Erklärung und Lösung von bedeutsamen Problemstellungen. Die Lernenden arbeiten möglichst selbstgesteuert in kleinen, von Lehrpersonen resp. Tutoren betreuten Gruppen. Problem-based Learning gilt als eine vielversprechende Methode, das Lehren und Lernen zu verbessern, insbesondere den Transfer von erworbenem fachlichem Wissen (Verhinderung von trägem Wissen) sowie Sozial- und Selbstkompetenzen effektiv zu fördern. Die bisherige Forschung zur Wirkung von PBL in empirischen Vergleichsstudien zeigt aber ein uneinheitliches Bild. Die, bisher eher ernüchternden Ergebnisse werden in diesem Beitrag auf Basis von aktuellen kognitions- und motivationspsychologischen Theorien und Befunden diskutiert. Die Schlussfolgerungen zur Gestaltung von problembasierten Lernumgebungen sollen aufzeigen, wie PBL sein Potenzial für selbstgesteuertes, anwendungsorientiertes und ganzheitliches Lernen effektiv entfalten kann.

CV:
Ausbildung
2007: Abschluss Dissertation in Pädagogik zum Thema „Implementation von Problem-based Learning:
Eine Evaluationsstudie an einer Höheren Fachschule“ (Dr. phil., Universität Zürich)
2001: Diplom für das Höhere Lehramt in den Handelsfächern (dipl. Handelslehrer, Universität Zürich)
2000: Abschluss Studium in Betriebswirtschaft (lic.oec.publ., Universität Zürich)
1999: Diplom Höheres Lehramt Mittelschulen in Geographie (HLM Geografie, Universität Zürich)
1997: Abschluss Geographiestudium (dipl. geogr., Universität Zürich und Lausanne)

Anstellungen
ab 2008: Dozent für Schul- und Bildungsmanagement an der Pädagogischen Hochschule Zürich
2003-2009: Diverse Lehraufträge für Fachdidaktik in Wirtschaft & Recht und Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens an der Universität Zürich
2000-2008: Assistent resp. Oberassistent am Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik, Universität Zürich (50 Prozent)
1996-2006: Unterrichtstätigkeit an Berufsschulen und Gymnasien (50 Prozent)

 

 ReferentIN IWP Tagung

Prof. Dr. Stephan Schumann
Universität Freiburg, Departement Erziehungswissenschaften, Leading House "Qualität der beruflichen Bildung"

Abstract:
Mit der an sieben schweizerischen Gymnasien vorgenommenen Implementation des anwendungs- und problemorientierten Unterrichts (APU) war die Absicht verbunden, kognitive und nichtkognitive Bildungsziele in den Fächern „Wirtschaft und Recht“ und „Geographie“ gleichermassen zu fördern. Das APU-Modell stützt sich dabei auf elf Unterrichtsleitlinien.
An der in der Zeit von August 2006 bis Februar 2008 durchgeführten Interventionsstudie waren insgesamt 450 Schülerinnen und Schüler beteiligt. Die Analysen der im Rahmen eines quasi-experimentellen Designs mit vier Messzeitpunkten erhobenen Daten machen deutlich, dass eine Implementationsdauer von zumindest 12 Monaten nötig ist, bevor sich Effekte nachweisen lassen. Innerhalb des ersten Schuljahres zeigen sich dagegen entweder keine Unterschiede oder in Teilen sogar Vorteile auf Seiten der Kontrollgruppe mit traditionellem Unterricht. Es ist anzunehmen, dass APU in der ersten Phase der Implementation sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Lernenden ungewohnt war. Mit zunehmender Internationalisierung der veränderten Lehr-/Lernkultur führte die Anwendung des APU- Modells zu ersten intendierten Wirkungen.
Im Workshop werden die theoretischen Grundlagen des APU-Modells, exemplarische Unterrichtsmaterialien sowie die wissenschaftlichen Befunde vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

CV:
Geburtsdatum: 25. Januar 1974
Geburtsort: Dresden
Familienstand: verheiratet, 3 Kinder

Studium
1993 - 1994 Medizinstudium Humboldt-Universität zu Berlin
1994 - 2000 Studium der Wirtschaftspädagogik Humboldt-Universität zu Berlin
2001 - 2005 Promotionsstudium Humboldt-Universität zu Berlin Erlangung des Doktorgrades (Dr. phil.) mit summa cum laude

Akademische Tätigkeiten
2001 - 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Erziehungswissenschaften, Abteilung Wirtschaftspädagogik (Prof.Dr.Dr h.c.JürgenvanBuer)
2006 - 2011 Forschungsgruppenleiter und Oberassistent, Universität Zürich, Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik, (Prof. Dr. Franz Eberle)
ab 01.07.2011 Assoziierter Professor für Berufsbildung, Universität Fribourg, Departement für Erziehungswissenschaften, Leading House „Qualität der beruflichen Bildung“

 

 ReferentIN IWP Tagung Sakia Raatz, M.A.
Institut für Wirtschaftspädagogik, Universität St.Gallen

CV:
seit Okt. 2010 -Beginn des Doktoratsstudiums 'Organisation und Kultur' an der Universität St. Gallen
2003 - 2009 -Studium der Berufs- und Wirtschaftspädagogik (HF), Betriebswirtschaftslehre (NF) und Linguistik (NF) an der Universität Stuttgart, Abschluss: Magistra Artium (M.A.)
1990 - 2003 -Allgemeine schulische Bildung, Abschluss: Allgemeine Hochschulreife

Berufliche Stationen und Arbeitsbereiche
seit 2011 Lehrbeauftragte der Universität St.Gallen im Rahmen der Zusatzausbildung Wirtschaftspädagogik
seit Juni 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am Institut für Wirtschaftspädagogik (IWP) sowie bei scil (swiss center for innovations in learning) der
Universität St. Gallen
Nov. 2009 – April 2010 Praktikum bei Mercedes Benz (China) Ltd., Peking; Abteilung: Network Development, ND Retail Programs & Sales-, Aftersales-, Management Training
Jan. 2009 – Aug. 2009 Anfertigung der Magisterarbeit bei der Daimler AG im Bereich Qualitätsmanagement Training Sales & After-Sales, Sindelfingen; Thema: „Förderung des
Lerntransfers – Entwicklung und Validierung eines Evaluationsinstrumentes für Vertriebs- und Service- Qualifizierungsprozesse am Beispiel des
EuroTrainings 2009 der Daimler AG“
Jan. 2008 – Dez. 2008 Werkstudententätigkeit bei Alcatel-Lucent AG, Stuttgart; Einsatz im HR-Service Center
Sep.2006 – Dez. 2007 Werkstudententätigkeit bei Alcanet International Deutschland GmbH, Stuttgart; Einsatz in verschiedenen Unternehmensbereichen (HR, Controlling)
März – Aug. 2006 Praktikum bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP e.V.), Stuttgart; Schwerpunkte: Teilnehmermanagement, Trainingskonzeption,
Moderation, Planung und Organisation diverser Fachtagungen und Weiterbildungen
2010 - 2011 Ausbildung 'Systemische Beratung und Coaching für Junior Professionals, Basiszertifikat des Instituts für Systemische Beratung Wiesloch
2008 Train the Trainer' (DGFP e.V.)
2007 Redetraining 'Angewandte Rhetorik'