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Dr. Tanja Fandel-Meyer (Moderatorin)
Institut für Wirtschaftspädagogik, Universität St.Gallen
Abstract:
Bildungsverantwortliche und Kompetenzentwicklung
Die Ergebnisse der "3. scil-Trendstudie (2010)" weisen auf aktuelle Entwicklungslinien im Bildungsmanagement hin: Obwohl sich Bildungsverantwortliche weiterhin auf bekannte Herausforderungen konzentrieren, wie beispielsweise Transferförderung, Qualitätsentwicklung und Förderung überfachlicher Kompetenzen, zeichnet sich auch eine klare Zukunftsvision für die Profession der Bildungsverantwortlichen ab: "Vom klassischen Seminaranbieter hin zum Lernunterstützer, der die Ansprüche vielfältiger Stakeholder aufnimmt, ein hohes Ansehen im Unternehmen geniesst und in flexiblen Strukturen als Coach, Berater und Impulsgeber bedarfsorientiert agiert" (Seufert & Diesner, 2010). Vor dem Hintergrund dieser Vision stellt sich die Frage, inwiefern sich das Berufsprofil von Bildungsverantwortlichen zukünftig ändert und damit einhergehend die Frage, welche Kompetenzen für die eigene Profession immer wichtiger werden.
In diesem Einstiegsbeitrag werden daher folgende drei Themen vorgestellt und diskutiert:
1) Trends und Entwicklungslinien im betrieblichen Lernen:
Mit welchen Herausforderungen sind Bildungsverantwortliche heute konfrontiert?
2) Entwurf eines Kompetenzmodells für Bildungsverantwortliche:
Kompetent sind nur die anderen? Vorstellung des scil-Kompetenzmodells
3) Kompetenzentwicklung in der Praxis gestalten, ermöglichen und neu definieren:
Was sind gute Beispiele aus der Praxis? Ausblick auf die Praktikervorträge
CV:
Dr. Tanja Fandel-Meyer, ist seit 2008 als Projektleiterin am Kompetenzzentrum für betriebliches Lernen, dem Swiss Centre for Innovations in Learning (scil), an der Universität St.Gallen (HSG) tätig. Sie studierte Betriebspädagogik und Erwachsenenbildung und verfügt über Zusatzausbildungen in Beratung und Coaching. Im Anschluss an das Studium arbeitete Sie als wissenschaftliche Assistentin und Dozentin an der European Business School (EBS) und promovierte dort zum Thema "Führungskompetenz". Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte: Change Management im Bildungsbereich, Kompetenzentwicklung für Trainer und Bildungsmanager, Leitung von Weiterbildungsprogrammen, Coaching und Lernbegleitung, sowie informelles Lernen als Führungsaufgabe.
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Roland Brunner
Swisscom Schweiz AG
Abstract:
Organisation und Umsetzung erlebnisorientierter Touch Point Ausbildungen
Die Touch Point Ausbildungen in grossen Organisationen stehen heute verschiedensten Herausvorderungen gegenüber: Eingehen auf individuelle Kundenbedürfnisse, hohe Anforderungen aus den Businessbereichen, zielgruppengerechte Ausbildung, haushalterischer Umgang mit Ressourcen und Mitteln sind nur einige. Wie kann mit diesen Herausforderungen umgegangen und trotzdem die Ausbildungen zielgruppengerecht ausgeführt die Trainingsqualität gesteigert und die individuellen Bedürfnisse der Kunden berücksichtigt werden?
Eine abgestimmte Ablauforganisation verschiedener Trainingseinheiten optimierte Rahmenbedingungen für die Ausbildung der Touch Point Mitarbeiter und eine einheitliche Denkhaltung und Philosophie hilft den Ausbildungsverantwortlichen mit den Herausforderungen umzugehen und mit den Touch Point Ausbildungen auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmer und Kunden einzugehen.
Roland Brunner beschreibt und reflektiert wie die Ablauforganisation der Touch Point Ausbildungen Privatkunden Swisscom Schweiz AG optimiert, die Rahmenbedingungen angepasst und eine einheitliche Ausbildungsphilosophie für erlebnisorientierte Touch Point Ausbildungen eingeführt wurde.
CV:
Roland Brunner leitet als Head of Touch Point Experience Training ein Kompetenzcenter für Learning Design & Support der Touch Point Ausbildungen des Privatkundenbereichs Swisscom Schweiz AG. Das Kompetenzcenter unterstützt die Ausbildungsbereiche der Swisscom eigenen Kanäle, des Customer-Support und der Vertriebskanäle mit Massnahmen für die Verankerung und Best Practice erlebnisorientierter Ausbildungen, innovativem Learning Design, Betrieb und Support von Training Tools und mit Multimedia Produktionen.
Roland Brunner ist seit 1996 als Betriebsausbilder bei Swisscom Schweiz AG tätig, 2008 wurde er Head of Touch Point Experience Training im Privatkundenbereich der Swisscom Schweiz AG.
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Claudio Vuono
Die Mobiliar
Abstract:
Bildungsverantwortliche – Auf der Reise in ein unentdecktes Land. Die Zukunft.
Das wertvollste Kapital einer Unternehmung sind eigenmotivierte und eigenverantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Sinne des Ganzen (mit)denken und (mit)handeln. Es ist heute anspruchsvoller und energieraubender geworden, sich diese Eigenschaften im Kontext eines immer dynamischeren Marktes beizubehalten. Wirtschaften ist komplexer geworden, Kundinnen und Kunden anspruchsvoller, Risiken verändern sich, neue kommen hinzu. Wer sich im Kundenservice zurücklehnt, wird rasch zum Mittelmass. Dort bewegen sich viele, dort fällt man nicht auf. Erfolgreiche Unternehmen setzen aber genau hier an: bei der Nähe zum Kunden. Das gilt für die Gestaltung der Produkte, der Dienstleistungen und der Art und Weise, wie wir Kunden begegnen. Was bedeutet das alles für uns als Bildungsverantwortliche? Wo sehen wir uns mit unserer Arbeit in der Wertschöpfungskette?
Als Ausbildungsverantwortlicher in der Personalentwicklung der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft betreue ich zusammen mit Kolleginnen und Kollegen 150 Milizkursleiterinnen und Milizkursleiter: alles ausgewiesene Spezialisten, die an rund 300 Kursen und 5‘000 Kurstagen pro Jahr Fachwissen und Erfahrung weitergeben. Unser Berufsbild als Ausbildungsverantwortliche hat sich in wenigen Jahren grundlegend verändert. Waren wir früher reine Ausbilder, sind wir heute auf dem Weg zum Bildungsmanager. Fachausbildung reiht sich ein in das Gesamtangebot einer modernen Personalentwicklung, die berät, hinterfragt, betreut und begleitet: in Selektionsprozessen, in Organisationsentwicklungsprozessen, in Teamentwicklungen, in der Führungs- Aus- und Weiterbildung, in der Förderung des Nachwuchses und natürlich in der nach wie vor zentralen Befähigung der Mitarbeitenden. Da stellen sich uns die folgenden Fragen:
- Welche Herausforderungen erwarten uns als Bildungsverantwortliche in der Zukunft? Und wann beginnt diese?
- Welche Kompetenzen brauchen wir in der Personalentwicklung als Bildungsverantwortliche, um den kommenden Herausforderungen gerecht zu werden?
- Wie gestalten wir Kompetenzentwicklung in eigener Sache konkret?
- Wie gehen wir mit dem Thema Lernen und Innovation um?
- Wie schaffen wir die Gratwanderung, Milizkursleitende zu professionalisieren, ohne sie zu überfordern?
Je komplexer das Umfeld, umso grösser der Reiz, auch Bildung komplex zu gestalten. Erfolgreich ist aber, wer Kunden auf Augenhöhe begegnen kann. Das beginnt bereits in der Aus- und Weiterbildung. In meinem Vortrag möchte ich auf die obigen Fragen eingehen und Lösungsansätze vermitteln.
CV:
Claudio Vuono, 1967
1983 – 1986 kaufmännische Lehre bei der Mobiliar Versicherung
1986 – 1988 Innendienstmitarbeiter bei der Mobiliar, Generalagentur Ebnat-Kappel
1988 – 1991 Studium zum Betriebsökonom an der FH St. Gallen (damals HWV)
1991 – 1995 Spezialist KMU bei der Mobiliar, Generalagentur Lachen
1995 – 2000 Agenturberater bei der Aussenorganisation der Mobiliar, Bern mit Controllingaufgaben (Produktionsbudget, Beratung, Ausbildung usw.) im Markt Ost und damit
verbundener Betreuung von rund 20 Generalagenturen.
Seit 2000 Ausbildungsverantwortlicher bei der Personalentwicklung der Mobiliar in Bern mit folgenden Aufgaben: Konzeption, Planung und Durchführung von Workshops, Ausbildung und Betreuung der Kursleiter, Mentoring, Planung Ausbildungsangebot Verkaufssupport der Generalagenturen, Beratung von Mitarbeitenden in Aus- und Weiterbildungsfragen, zuständig bei der Mobiliar für die Beratung und Unterstützung in der Höheren Berufsbildung (Fachausweise, Diplome usw.), Verbandstätigkeiten im VBV in der Regio Bern.
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Martin Walliser
Sika Schweiz AG
Abstract:
Die Zusammenarbeit mit externen Trainern erfolgreich gestalten: Voneinander lernen, um kompetenter zu werden
In der Kompetenzentwicklung von Mitarbeitenden, Führungskräften und Projektleitenden werden bei Sika mehrheitlich externe Trainer eingesetzt. Im Impulsreferat von Martin Walliser werden aus der Sicht des Bildungsmanagements folgende Fragestellungen diskutiert:
• Welche Herausforderungen bringt die Zusammenarbeit zwischen externen Trainern und Bildungsmanagern mit sich?
• Wie wird diese Zusammenarbeit erfolgreich gestaltet?
• Welche Erfahrungen wurden dabei gewonnen?
CV:
Martin Walliser ist Human Resources Manager bei Sika Supply Center AG. Er begleitet als Mitglied der Geschäftsleitung alle Personalprozesse und unterstützt die Entwicklung dieser Organisationseinheit mit 145 Mitarbeitenden.
Von 2006 - 2011 leitete er bei Sika Schweiz AG die Abteilung Personalentwicklung und war vorher, während 10 Jahren als Lehrkraft, Mentor und Schulleiter auf verschiedenen Stufen der Volksschule tätig.
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